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Wildbienenexperte zu Gast bei Zobit

Ein spannender und bilderreicher Vortrag lockte viele Besucher an

Grävenwiesbach, den 26.02..Der große Saal des Bürgerhauses war am Mittwoch Abend bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Einladung des Vereins Zobit e.V. , Zukunfts Orientiertes Bildungswerk Im Taunus, waren rund 140 Interessierte gefolgt. Mit Dr. Paul Westrich war es dem Verein gelungen, einen international bekannten Biologen ,Naturfotografen und Autor zahlreicher Fachbücher zu verpflichten. Westrich hat sich in 39 Jahren Forschungstätigkeit im Bereich der heimischen Wildbienen einen Namen gemacht. Einige Gäste waren von weither angereist, das zeigten die Nummernschilder der PKWs auf dem Parkplatz. Aus Frankfurt, Gießen, Offenbach, dem Main Taunus Kreis und  Wiesbaden. Die weiteste Anreise hatte eine Frau aus dem rund 500km entfernten Metten in Bayern.
Westrichs rund einstündiger Vortrag faszinierte das Publikum mit kurzweilig vorgetragenen Informationen und Detailwissen über die ursprüngich rund 550 in Deutschland vorkommenden Wildbienenarten. Beeindruckende Bilder in Fotokalenderqualität zeigten die Vielfalt und Schönheit dieser Insekten. Kurze Filmsequenzen, beispielsweise zum Brutpflegeverhalten der gehörnten Mauerbiene, ermöglichten erstmalig Einblicke in das für unsere Augen verborgene Leben dieser Hautflügler.
Ganz praxisnah informierte Westrich darüber, wie man diesen bedrohten Bienenarten beim Überleben helfen kann. Z.B indem man in seinem Hausgarten, Balkon oder Blumentopf heimische Blühpflanzen ansiedelt, etwa den Natterkopf oder Glockenblumen, die heute weitgehend aus der Landschaft verschwunden sind. Was viele der naturinteressierten Zuhörer nicht wussten: mehr als 100 Wildbienenarten sind auf ganz bestimmte Pflanzen spezialisiert
Verschwindet diese Pflanze, so verschwindet auch das Insekt.
Ein besonderes Anliegen waren Westrich die sogenannten”Insektenhotels”. Viele dieser teils sehr aufwändig errichteten Nisthilfen werden von den Insekten gar nicht angenommen. Wer diesen Nützlingen eine gute Nistmöglichkeit bieten möchte, sollte darauf achten, dass er Harthölzer verwendet und diese an der Borke und nicht an der Stirnseite mit Bohrlöchern versieht. So vermeidet man das Aufreißen der Holzfasern und Risse, die die Insekten nicht mögen.

In der anschließenden Diskussion beantwortete Westrich zahreiche Fragen. Die Zuhörer hatten auch die Möglichkeit, ein handsigniertes Buch zu erwerben.

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